Bei der Koloskopie schaut die Ärztin oder der Arzt mit einem flexiblen Endoskop den gesamten Dickdarm und den Enddarm an. Entdeckte Polypen werden in der Regel direkt in derselben Sitzung entfernt – bevor überhaupt Krebs daraus entstehen kann. Das unterscheidet die Untersuchung von fast jeder anderen Früherkennungsmaßnahme: Sie erkennt nicht nur, sie greift ein.
Ehrlich eingeordnet: Der Nutzen ist real, aber kein Wunder. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums beziffert ihn so, dass von 1.000 Frauen ab 50 Jahren, die zur Darmspiegelung gehen, etwa sieben weniger an Darmkrebs erkranken und zwei weniger daran sterben. Komplikationen wie Blutungen nach einer Polypenentfernung treten bei ungefähr ein bis drei von 1.000 Untersuchten auf.