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Frau mit Wolldecke und Teetasse liest auf dem Sofa eine Packungsbeilage (Symbolbild, KI-generiert)
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Medikamente sicher anwenden

Google fragt – Adler antwortet: Darf ich Erkältungsmittel zu meinen Dauermedikamenten nehmen?

Typische Wechselwirkungen, sechs Tipps für die Erkältungszeit und wann Sie besser in der Apotheke nachfragen
Die Nase ist zu, der Kopf brummt, und im Badschrank liegt noch eine Packung gegen Erkältungsbeschwerden. Wer ohnehin regelmäßig Medikamente einnimmt, etwa gegen Bluthochdruck, zur Blutverdünnung oder für die Schilddrüse, fragt sich zu Recht: Verträgt sich das? Rezeptfrei heißt nicht automatisch harmlos. Einige Wirkstoffe in Erkältungsmitteln können die Wirkung anderer Arzneimittel verstärken oder abschwächen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Rezeptfrei heißt nicht harmlos
Einige Wirkstoffe in Erkältungsmitteln können die Wirkung anderer Arzneimittel verstärken oder abschwächen. Kombinationspräparate machen es schwerer, den Überblick zu behalten.
Typische Kombinationen kennen
Besonders bei Blutdrucksenkern, Blutverdünnern, Schilddrüsenhormonen und Schlafmitteln lohnt sich ein kurzer Blick in der Apotheke.
Medikationsplan mitbringen
Wenn Sie in der Apotheke nach einem Erkältungsmittel fragen, zeigen Sie uns Ihren Medikationsplan. So können wir gezielt prüfen, welches Mittel zu Ihren Dauermedikamenten passt.
Küchentisch mit Tablettenblistern, Wochendosierer, Tee und Taschentüchern (Symbolbild, KI-generiert)
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Warum Wechselwirkungen gerade bei Erkältungen ein Thema sind
Gesundheitsfragen entstehen selten direkt in der Apotheke. Sie kommen abends auf dem Sofa, wenn die Nase läuft und der Hals kratzt, beim ersten Kaffee am Morgen oder im Gespräch mit der Freundin und landen dann oft zuerst bei Google. In unserer Reihe „Google fragt – Adler antwortet“ greifen wir solche Fragen auf und beantworten sie sachlich und verständlich.
Wir zeigen Ihnen, auf welche Kombinationen Sie achten sollten und wie Sie sicher durch die Erkältungszeit kommen.
Viele Erkältungsmittel sind Kombinationspräparate. Sie enthalten mehrere Wirkstoffe in einer Packung, zum Beispiel gegen Schmerzen, Fieber, Schnupfen und Husten gleichzeitig. Das ist praktisch, macht es aber schwerer, den Überblick zu behalten. Dazu kommt: In der Erkältungszeit greifen viele zu mehreren Mitteln parallel, ohne zu wissen, dass sich Wirkstoffe doppeln.
Diese Kombinationen sollten Sie kennen
  • Doppelte Schmerzmittel: Paracetamol steckt in vielen Kombinationspräparaten. Wer zusätzlich eine Schmerztablette nimmt, kann unbemerkt die Tageshöchstdosis überschreiten. Das kann die Leber belasten.
  • Schmerzmittel und Blutverdünner: Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder ASS in Schmerzmitteldosis können zusammen mit gerinnungshemmenden Medikamenten das Blutungsrisiko erhöhen.
  • Schmerzmittel und Blutdrucksenker: Entzündungshemmende Schmerzmittel können die Wirkung mancher Blutdrucksenker abschwächen und bei längerer Einnahme die Nieren zusätzlich belasten, besonders in Kombination mit entwässernden Medikamenten.
  • Abschwellende Mittel zum Einnehmen: Einige Erkältungsmittel enthalten Wirkstoffe, die die Schleimhäute von innen abschwellen lassen. Sie können Blutdruck und Puls erhöhen. Bei Bluthochdruck, Herzerkrankungen, einer Schilddrüsenüberfunktion, grünem Star oder einer vergrößerten Prostata ist deshalb Vorsicht geboten.
  • Müde machende Wirkstoffe: Manche Präparate für die Nacht enthalten Wirkstoffe, die müde machen. Zusammen mit Schlaf- oder Beruhigungsmitteln, bestimmten Antidepressiva oder Alkohol kann sich diese Wirkung verstärken. Gerade für ältere Menschen erhöht das das Risiko zu stürzen.
  • Zink und andere Mineralstoffe: Zink, Calcium, Magnesium und Eisen können die Aufnahme bestimmter Antibiotika und von Schilddrüsenhormonen verringern. Hier kommt es auf den zeitlichen Abstand an.
Diese Liste ist nicht vollständig. Ob eine Kombination für Sie unbedenklich ist, hängt von Ihren Medikamenten, der Dosierung und Ihrer gesundheitlichen Situation ab.
Älterer Mann vergleicht zwei Medikamentenpackungen (Symbolbild, KI-generiert)
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Beratung in der Apotheke zum Medikationsplan (Symbolbild, KI-generiert)
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Sechs Tipps für die Erkältungszeit
  • Lieber gezielt als „alles in einem“: Behandeln Sie die Beschwerden, die Sie wirklich haben. Ein Nasenspray hilft gegen die verstopfte Nase, ohne den ganzen Körper zu belasten.
  • Packungsbeilage lesen: Achten Sie auf die Abschnitte zu Gegenanzeigen und Wechselwirkungen.
  • Wirkstoffe vergleichen: Prüfen Sie, ob zwei Mittel denselben Wirkstoff enthalten.
  • Abschwellende Nasensprays nur kurz: in der Regel nicht länger als eine Woche, sonst kann sich die Nasenschleimhaut daran gewöhnen.
  • Bei Diabetes an den Zucker denken: Säfte und Lutschtabletten können Zucker enthalten. Außerdem kann ein Infekt die Blutzuckerwerte verändern.
  • Medikationsplan mitbringen: Wenn Sie in der Apotheke nach einem Erkältungsmittel fragen, zeigen Sie uns Ihren Medikationsplan. So können wir gezielt prüfen.
Wann Sie ärztlichen Rat brauchen
Eine Erkältung klingt meist nach etwa einer Woche ab. Lassen Sie sich ärztlich untersuchen, wenn Sie hohes Fieber haben, das Fieber länger als drei Tage anhält, Sie Atemnot oder Schmerzen in der Brust bekommen oder sich die Beschwerden nach anfänglicher Besserung wieder verschlechtern. Das gilt besonders bei chronischen Erkrankungen, in der Schwangerschaft und für ältere Menschen.
Wie wir Sie in der Apotheke unterstützen
  • Persönliche Beratung: Wir fragen nach Ihren Dauermedikamenten und empfehlen Ihnen ein Mittel, das dazu passt.
  • Medikationsanalyse: Wenn Sie mehrere Medikamente einnehmen, prüfen wir Ihre gesamte Medikation auf Wechselwirkungen und Doppelungen, rezeptfreie Mittel und Nahrungsergänzung eingeschlossen. Mehr dazu auf unserer Seite Medikationsanalyse.
  • Botendienst: Wenn Sie krank zu Hause bleiben, liefern wir Ihre Medikamente in Ratingen nach Hause. Für Rezepte ist die Lieferung kostenlos.
  • E-Rezept: Ihr E-Rezept können Sie per App, CardLink oder mit Ihrer Gesundheitskarte bei uns einlösen.
Fazit
Erkältungsmittel und Dauermedikamente vertragen sich oft, aber nicht immer. Besonders bei Blutdrucksenkern, Blutverdünnern, Schilddrüsenhormonen und Schlafmitteln lohnt sich ein kurzer Blick in der Apotheke. Bringen Sie Ihren Medikationsplan mit, wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.
Quellen: gesund.bund.de, Wechselwirkungen von Medikamenten · Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK), Hinweise zur Selbstmedikation · Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Fachinformationen
Apotheken-Tipp
Eine Liste für den Badschrank
Legen Sie eine aktuelle Liste Ihrer Medikamente gut sichtbar in die Hausapotheke oder fotografieren Sie Ihren Medikationsplan mit dem Handy. Dann haben Sie ihn auch dabei, wenn jemand anderes für Sie in die Apotheke geht.
Häufig gestellte Fragen
01
Darf ich bei Bluthochdruck Erkältungsmittel nehmen?
Viele ja, einige aber nur mit Vorsicht. Abschwellende Wirkstoffe zum Einnehmen können den Blutdruck erhöhen, und entzündungshemmende Schmerzmittel können die Wirkung mancher Blutdrucksenker abschwächen. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten, welches Mittel zu Ihren Medikamenten passt.
02
Darf ich Ibuprofen nehmen, wenn ich Blutverdünner einnehme?
Das sollten Sie nicht ohne Rücksprache tun. Entzündungshemmende Schmerzmittel können zusammen mit gerinnungshemmenden Medikamenten das Blutungsrisiko erhöhen. Fragen Sie in Ihrer Arztpraxis oder bei uns nach einer passenden Alternative.
03
Kann ich Zink zusammen mit Antibiotika einnehmen?
Bei einigen Antibiotika verringern Zink, Calcium, Magnesium oder Eisen die Aufnahme. Dann ist ein zeitlicher Abstand von mehreren Stunden nötig. Wie lang er sein sollte, hängt vom Wirkstoff ab. Wir sagen es Ihnen gern.
04
Woher weiß ich, ob zwei Mittel denselben Wirkstoff enthalten?
Die Wirkstoffe stehen auf der Packung und in der Packungsbeilage. Einfacher ist es, beide Packungen mit in die Apotheke zu bringen. Wir prüfen das in wenigen Minuten.
05
Wann sollte ich mit einer Erkältung zum Arzt?
Bei hohem Fieber, Fieber über mehr als drei Tage, Atemnot, Schmerzen in der Brust oder wenn sich die Beschwerden nach anfänglicher Besserung wieder verschlechtern. Mit chronischen Erkrankungen, in der Schwangerschaft und im höheren Alter lassen Sie sich besser frühzeitig ärztlich untersuchen.
Gut beraten durch die Erkältungszeit
Sie nehmen regelmäßig Medikamente und sind unsicher, welches Erkältungsmittel dazu passt? Kommen Sie mit Ihrem Medikationsplan vorbei oder vereinbaren Sie einen Termin für eine Medikationsanalyse.
Adler Apotheke Ratingen · Marktplatz 2, 40878 Ratingen · Tel. 02102 26351
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung im Einzelfall.
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