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Frau stellt morgens am Bett einen analogen Wecker, Herbstlicht im Schlafzimmer (Symbolbild, KI-generiert)
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Gesund durch den Alltag

Google fragt – Adler antwortet: Warum bin ich nach der Zeitumstellung so müde?

Warum schon eine Stunde spürbar ist, wie der Übergang leichter gelingt und worauf Sie bei Medikamenten achten sollten
In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 25. Oktober 2026, ist es wieder so weit: Um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt. Eine Stunde mehr Schlaf – das klingt zunächst angenehm. Trotzdem merken viele Menschen die Umstellung noch einige Tage lang: Sie werden abends früher müde, wachen morgens zu früh auf oder fühlen sich tagsüber nicht ganz wach.
Das Wichtigste auf einen Blick
Die innere Uhr braucht ein paar Tage
Verschiebt sich die Uhrzeit auf einen Schlag, braucht der Körper Zeit zur Anpassung. Die meisten Menschen gewöhnen sich innerhalb einer Woche um.
Licht und feste Zeiten helfen
Tageslicht am Vormittag, feste Aufstehzeiten und ein ruhiger Abend erleichtern den Übergang.
Medikamente im Blick behalten
Bei den meisten Medikamenten spielt eine Stunde keine Rolle. Bei zeitkritischen Arzneimitteln wie Insulin oder der Pille sprechen Sie uns bitte an.
Mann steht an einem dunklen Herbstmorgen gähnend mit einer Kaffeetasse am Küchenfenster (Symbolbild, KI-generiert)
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Warum schon eine Stunde spürbar ist
Gesundheitsfragen entstehen selten direkt in der Apotheke. Sie kommen nachts im Bett, wenn man um fünf Uhr hellwach an die Decke schaut, beim ersten Kaffee am Morgen oder im Gespräch mit der Freundin – und landen dann oft zuerst bei Google. In unserer Reihe „Google fragt – Adler antwortet“ greifen wir solche Fragen auf und beantworten sie sachlich und verständlich.
Unser Körper folgt einer inneren Uhr, die unter anderem Schlaf, Körpertemperatur und Hormone steuert. Der wichtigste Taktgeber dafür ist das Tageslicht. Verschiebt sich die Uhrzeit auf einen Schlag, braucht die innere Uhr ein paar Tage, um sich anzupassen. Die meisten Menschen gewöhnen sich innerhalb einer Woche um. Für kleine Kinder, ältere Menschen und Personen mit ohnehin empfindlichem Schlaf kann es etwas länger dauern.
Hinzu kommt der Herbst selbst: Nach der Umstellung wird es abends eine Stunde früher dunkel. Dunkelheit fördert die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin – viele Menschen fühlen sich deshalb früher am Abend schläfrig. Und weil wir in der dunklen Jahreszeit insgesamt weniger Tageslicht abbekommen, fehlt der inneren Uhr oft ein klares Signal am Morgen.
Sechs Tipps für einen sanften Übergang
  • Schrittweise umstellen: Gehen Sie in den Tagen vor der Umstellung jeweils 10 bis 15 Minuten später ins Bett. Das funktioniert auch bei Kindern gut.
  • Morgenlicht nutzen: Tageslicht am Vormittag hilft der inneren Uhr, sich neu einzustellen. Ein kurzer Spaziergang nach dem Frühstück wirkt oft besser als jeder Wecker.
  • Feste Zeiten beibehalten: Stehen Sie möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit auf – auch am Wochenende.
  • Abends zur Ruhe kommen: Gedimmtes Licht und eine Pause von Handy und Tablet in der letzten Stunde vor dem Schlafen erleichtern das Einschlafen.
  • Ein kühles Schlafzimmer: Viele Menschen schlafen bei etwa 16 bis 18 Grad am besten.
  • Mittagsschlaf kurz halten: Wenn überhaupt, dann höchstens 20 Minuten und nicht am späten Nachmittag.
Paar beim Morgenspaziergang in der Herbstsonne (Symbolbild, KI-generiert)
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Hände öffnen ein Fach einer Wochen-Tablettenbox, daneben ein Glas Wasser, im Hintergrund eine Wanduhr (Symbolbild, KI-generiert)
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Medikamente und Zeitumstellung
Für die meisten Medikamente spielt eine Verschiebung um eine Stunde keine Rolle – Sie nehmen sie einfach zur gewohnten Uhrzeit nach der neuen Zeit ein. Bei einigen Arzneimitteln kommt es aber auf einen möglichst gleichmäßigen Abstand an, zum Beispiel bei:
  • Insulin und bestimmten anderen Diabetesmedikamenten
  • hormoneller Verhütung („Pille“)
  • Medikamenten bei Parkinson oder Epilepsie
Hier kann es sinnvoll sein, die Einnahmezeit über einige Tage in kleinen Schritten anzupassen. Wie genau, hängt vom Präparat ab. Fragen Sie uns einfach – wir schauen gemeinsam mit Ihnen auf Ihren Medikationsplan. Ändern Sie Dosierungen bitte nie eigenmächtig.
Wenn die Müdigkeit nicht vergeht
Dass man nach der Zeitumstellung ein paar Tage müder ist und unruhiger schläft, ist normal. Anders ist es, wenn Ein- oder Durchschlafprobleme über Wochen anhalten, mehrmals pro Woche auftreten und Sie sich tagsüber deutlich beeinträchtigt fühlen. Dann sollten Sie das ärztlich abklären lassen. Auch Schnarchen mit Atemaussetzern oder starke Tagesmüdigkeit gehören in die Arztpraxis. Anhaltende Erschöpfung kann viele Ursachen haben – etwa einen Eisenmangel oder eine Schilddrüsenerkrankung. Welche Blutwerte dabei häufig betrachtet werden, lesen Sie in Teil 1 unserer Reihe: „Welche Blutwerte sollte man kennen?“
Schlafmittel sollten nur kurzfristig und nach Beratung eingesetzt werden. Einige können abhängig machen oder am nächsten Tag die Reaktionsfähigkeit einschränken – gerade für ältere Menschen erhöht das auch das Sturzrisiko.
Wie wir Sie in der Apotheke unterstützen
  • Beratung zu sanften Einschlafhilfen: Wir erklären Ihnen, welche pflanzlichen oder rezeptfreien Möglichkeiten für Ihre Situation in Frage kommen – und wann Sie besser darauf verzichten.
  • Medikationsanalyse: Manche Medikamente können den Schlaf beeinflussen. Wir prüfen Ihre gesamte Medikation und geben Hinweise zu günstigen Einnahmezeiten.
  • Einnahmezeiten nach der Umstellung: Bei zeitkritischen Medikamenten besprechen wir mit Ihnen, wie Sie die Umstellung am besten angehen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Quellen: Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Sommerzeit/Normalzeit · Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), Patientenratgeber · gesund.bund.de, Schlafstörungen
Apotheken-Tipp
Morgenlicht nutzen
Tageslicht am Vormittag hilft der inneren Uhr, sich neu einzustellen. Ein kurzer Spaziergang nach dem Frühstück wirkt oft besser als jeder Wecker.
Häufig gestellte Fragen
01
Warum bin ich nach der Zeitumstellung so müde?
Die innere Uhr braucht einige Tage, um sich an die neue Zeit anzupassen. Zusätzlich wird es abends früher dunkel, was die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin fördert. Die Müdigkeit legt sich bei den meisten Menschen innerhalb einer Woche.
02
Wann ist die Zeitumstellung 2026?
Am Sonntag, 25. Oktober 2026. Um 3 Uhr morgens werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt. Damit beginnt die Normalzeit, umgangssprachlich Winterzeit.
03
Wie lange dauert es, bis sich der Körper umgestellt hat?
Bei den meisten Menschen einige Tage bis etwa eine Woche. Viel Tageslicht am Morgen und feste Aufstehzeiten helfen dabei.
04
Muss ich meine Medikamente nach der Zeitumstellung anders einnehmen?
Meist nicht – Sie nehmen sie einfach zur gewohnten Uhrzeit nach der neuen Zeit ein. Bei zeitkritischen Medikamenten wie Insulin, der Pille oder Parkinson-Medikamenten sprechen Sie uns bitte an.
05
Wann sollte ich mit Schlafproblemen oder Müdigkeit zum Arzt?
Wenn Ein- oder Durchschlafprobleme über mehrere Wochen anhalten, häufig auftreten und Sie sich tagsüber spürbar beeinträchtigt fühlen – oder wenn Ihnen Atemaussetzer im Schlaf auffallen.
Gut durch die dunkle Jahreszeit – wir beraten Sie
Fragen zu Einnahmezeiten, Einschlafhilfen oder Ihrer Medikation? Kommen Sie vorbei oder vereinbaren Sie bequem online einen Termin in der Adler Apotheke Ratingen.
Adler Apotheke Ratingen · Marktplatz 2, 40878 Ratingen · Tel. 02102 26351
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