Glycerin im Slush-Ice: die wichtigsten Fakten für Eltern
Was ist Glycerin (E 422)?
Glycerin ist ein farbloser, leicht süßlich schmeckender Stoff, der natürlicherweise in Fetten vorkommt. In der Lebensmittelherstellung ist er als Zusatzstoff E 422 zugelassen und wird bei Slush-Ice eingesetzt, damit das Getränk halbgefroren und cremig bleibt. Für aromatisierte Getränke gibt es derzeit keine gesetzlich festgelegte Höchstmenge – Hersteller dürfen Glycerin in der Menge einsetzen, die technologisch erforderlich ist.
Steckt in jedem Slush-Ice Glycerin?
Nein – aber in vielen: Nach Angaben des BfR enthielten rund zwei Drittel der untersuchten Proben den Zusatzstoff. Bei abgepackten Produkten muss Glycerin als E 422 in der Zutatenliste angegeben werden. Bei lose verkauftem Slush-Ice, etwa im Freibad oder auf Volksfesten, fehlen solche Angaben dagegen häufig. Eltern können deshalb oft nicht erkennen, ob und wie viel Glycerin enthalten ist. Unser Tipp: Fragen Sie im Zweifel nach – oder verzichten Sie bei kleineren Kindern lieber auf das Produkt.
Welche gesundheitlichen Risiken kann Glycerin verursachen?
Glycerin ist für die Allgemeinbevölkerung grundsätzlich unbedenklich. Werden jedoch innerhalb kurzer Zeit größere Mengen aufgenommen, kann der Stoff den Wasserhaushalt des Körpers beeinflussen – und gerade bei Kindern Beschwerden verursachen. Mögliche Symptome sind:
- Kopfschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Schwindel und Benommenheit
- Durchfall
- in Einzelfällen: Seh- oder Hörbeeinträchtigungen
Besonders empfindlich reagieren kleinere Kinder: Aufgrund ihres geringeren Körpergewichts erreichen sie kritische Aufnahmemengen deutlich schneller als Erwachsene.